Overview

1. TAG: 15. März
Gesellschaftsgründung/Joint Ventures

Am ersten Kurstag erhalten die Teilnehmer zunächst einen Überblick über die verschiedenen Gesellschaftsformen, ihre rechtlichen Besonderheiten und ihre Einsatzmöglichkeiten in der Praxis. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des internationalen Gesellschaftsrechts wird auf ausländische Gesellschaftsformen und die grenzüberschreitende Mobilität von Unternehmen gesondert eingegangen.

Zum Abschluss des ersten Kurstages werden die Errichtung eines Joint Ventures und die damit zusammenhängenden Fragen dargestellt. Beispiele verdeutlichen die praktische Relevanz der jeweils behandelten Themen.

2. TAG: 16. März
Grundlagen des Unternehmenssteuerrechts

Die Unternehmenssteuerreform 2008 hat die steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen erneut erheblich verändert. Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen ist in zunehmendem Maße von einem umsichtigen und flexiblen Steuermanagement abhängig.

Im Mittelpunkt des zweiten Kurstages steht die Besteuerung von Unternehmen, mit einem besonderen Augenmerk auf die Ertragsteuern. Den Kursteilnehmern werden die grundlegenden Prinzipien der Besteuerung von Kapital- und Personengesellschaften und des internationalen Steuerrechts vermittelt.

3. TAG: 17. März
Personengesellschaftsrecht

Obwohl Kapitalgesellschaften die öffentliche Wahrnehmung des deutschen Gesellschaftsrechts prägen, sind gesellschaftsrechtliche Gestaltungen unter Einbeziehung von Personengesellschaften nach wie vor von erheblicher Bedeutung. Insbesondere im Mittelstand sowie als Investmentvehikel ist die Verwendung von Personengesellschaften sehr verbreitet und oft steuerrechtlich motiviert.

Der Schwerpunkt dieses Kurstages liegt auf den praxisrelevanten Aspekten der Personengesellschaften des Handelsrechts, insbesondere der Kommanditgesellschaft, welche in der Praxis in Form der GmbH & Co. KG ihre häufigste Ausprägung findet.

4. TAG: 18. März
Eigenkapital: Kapitalaufbringung und 
-erhaltung sowie Kapitalmaßnahmen

Im Mittelpunkt des vierten Kurstages steht die Eigenkapitalseite der Gesellschaft mit beschränkter Haftung sowie der Aktiengesellschaft als den in der Beratungspraxis bedeutsamsten Kapitalgesellschaften. Es werden einige besonders relevante Themenkomplexe herausgegriffen. Ziel dieses Lehrgangstages ist es, den Teilnehmern die für Kapitalaufbringung und -erhaltung sowie Kapitalmaßnahmen bei der GmbH und der AG notwendigen rechtlichen Grundlagen zu vermitteln und das Problembewusstsein im Hinblick auf vorhandene Fallstricke zu schärfen.

Im Rahmen von Fallstudien werden die Teilnehmer aufgefordert, die besonderen Problematiken beim Cash Pooling und beim Debt-Equity Swap zu erarbeiten und einige der zuvor vermittelten Grundlagen am praktischen Fall zur Anwendung zu bringen.

5. TAG: 19. März
Ablauf und Gestaltung der Hauptversammlung mit Beschlussfassung und Beschlussanfechtung

Die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft ist der Ort, an dem Aktionäre nicht nur über alljährlich wiederkehrende Standard-Tagesordnungspunkte wie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat Beschluss fassen. Hier werden auch die Weichen für wichtige gesellschaftsrechtliche Kapital- und Strukturmaßnahmen gestellt. Insbesondere bei börsennotierten Aktiengesellschaften ist die Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung mit großem juristischen Aufwand verbunden.

Ziel dieses Kurstages ist es, den Lehrgangsteilnehmern und –teilnehmerinnen einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen der Hauptversammlung, die Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung sowie über die Beschlussanfechtung zu verschaffen. Darüber hinaus soll auch die Rolle der "kritischen" Aktionäre in der Hauptversammlung näher beleuchtet werden.

6. TAG: 22. März
Konzernrecht

Die Verbindung von Unternehmen, die zwar rechtlich selbstständig, auf der Grundlage bestimmter gesellschaftsrechtlicher Instrumentarien aber miteinander verbunden sind, bildet ein wesentliches Element von „Corporate Germany“ und somit auch einen Schwerpunkt der wirtschaftsrechtlichen Beratung. Eine solche Verbindung von Unternehmen innerhalb eines Konzerns führt zu weit gehenden Veränderungen in der Zuständigkeits- und Haftungsordnung der Konzernunternehmen sowie der Stellung ihrer Gesellschafter und Gläubiger.

Das Konzernrecht bzw. das Recht der verbundenen Unternehmen fragt nach der Zulässigkeit und den gesellschaftsrechtlichen Schranken für die Entstehung einer solchen Unternehmensverbindung sowie dem Schutz der beteiligten Personenkreise. Die Kursteilnehmer werden anhand von Fallbeispielen in den durch Gesetzgeber sowie Rechtsprechung vorgegebenen rechtlichen Rahmen für Konzerngestaltungen praxisnah eingeführt.

7. TAG: 23. März
Umwandlungsrecht 
und Umwandlungssteuerrecht

Das Umwandlungsrecht schafft die rechtliche Grundlage für eine Vielzahl unterschiedlicher Gestaltungsformen, die sowohl im Rahmen von konzerninternen Restrukturierungen als auch in Zusammenhang mit nationalen und internationalen Unternehmenszusammenschlüssen von Bedeutung sind. Bei der individuellen Wahl solcher Gestaltungen stehen unter anderem steuerliche Überlegungen im Vordergrund.

Der siebte Tag soll daher einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Umwandlungsformen und den Aufbau des Umwandlungsgesetzes vermitteln. Daneben sollen Möglichkeiten und Grenzen grenzüberschreitender Umwandlungsmaßnahmen aufgezeigt werden. Nicht zuletzt soll ein Grundverständnis für den steuerlichen Hintergrund der Umwandlungen vermittelt werden.

8. TAG: 24. März
Corporate Governance & Compliance

Aufsehen erregende Unternehmenskrisen in den USA entfachten eine internationale Diskussion über Möglichkeiten der Verbesserung der Corporate Governance. Dieser Kurstag beschäftigt sich mit den Grundlagen und Prinzipien von Corporate Governance & Compliance in Deutschland.

Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden das Zusammenspiel der Organe einer Kapitalgesellschaft, Gestaltungsmöglichkeiten sowie die Haftung der Organe bei Verstößen gegen die Grundsätze der Corporate Governance dargestellt. Zudem wird als Beispielsfall aus der Praxis die Durchführung einer internen Untersuchung auf Aufforderung von US-Behörden geschildert. Solche „Cross Border Investigations“ wurden etwa bei Siemens, Daimler oder der UBS durchgeführt.

9. TAG: 25. März
M&A-Transaktionen

Die Beratung von Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions) spielt eine zentrale Rolle bei größeren Wirtschaftskanzleien. M & A-Transaktionen, insbesondere große grenzüberschreitende Deals, weisen dabei in der Regel eine erhebliche Komplexität auf.

Ziel des Kurstages ist es, erste Einblicke in einen „typischen“ Transaktionsablauf zu geben und einige wesentliche Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Strukturierung einer M & A-Transaktion und der Vertragsgestaltung anzusprechen.

10. TAG (1/2): 26. März
Dispute Resolution im int. Wirtschaftsrecht - Fallstudie zur Schiedsgerichtsbarkeit

Die Bedeutung der Streitbeilegungsmechanismen in Unternehmenstransaktionen wird leider oft unterschätzt. In vielen Fällen wird erst kurz vor Abschluss der Transaktion die Gerichtsstands- oder Schiedsvereinbarung besprochen. Die Parteien sind in „Champagnerlaune“, die handelnden Personen wollen nicht an Streit denken, man hat sich ja gerade geeinigt. Dennoch können falsche oder lückenhafte Streitbeilegungsklauseln die spätere Verhandlungsposition einer Partei erheblich schwächen und die Kosten des Verfahrens in ungeahnte Höhen treiben.

Dieser Abschnitt soll anhand einer Fallstudie zu einem fehlgeschlagenen Unternehmenskauf einen Überblick über Streitbeilegungsmechanismen und die Gestaltung von Vertragsklauseln geben. Schwerpunktmäßig wird hierbei das Schiedsverfahren betrachtet. Die Teilnehmer sollen einen Eindruck von den Gestaltungsmöglichkeiten und dem Ablauf eines Schiedsverfahrens bekommen.

10. TAG: 26. März
Fallstudie:
Unternehmensrestrukturierung

Vor dem Hintergrund geänderter Finanzierungsbedingungen und eingetrübter Konjunkturaussichten hat das Thema Unternehmensrestrukturierung zuletzt wieder erheblich an Bedeutung gewonnen.

Die wichtigsten Aspekte, die bei der Bewältigung von Unternehmenskrisen relevant sind, werden an diesem Kurstag aus rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht anhand einer Fallstudie beleuchtet.